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TuS will gegen Hedos in die Erfolgsspur zurück

Handball-Südbadenliga: Derby heute Abend um 20.00 Uhr in Schutterwald Die einen müssen siegen, die anderen können es locker angehen - gemeinsam wollen sie den Fans ein schönes Handball-Spiel bieten. Heute um 20 Uhr erwartet der favorisierte TuS Schutterwald (6. Platz/6:4 Punkte) im Südbadenliga-Derby den HC Hedos Elgersweier (10./4:6) um den ehemaligen TuS-Spielertrainer Daniel Kempf. Von Michaela Quarti Schutterwald. Erst 33:39 beim TuS Altenheim, dann 25:30 gegen den HGW Hofweier - der Oktober-Nebel scheint die Spielfreude der Schutterwälder getrübt zu haben. »Als Trainer musste ich nicht viel sagen. Die Einsicht kam von der Mannschaft, dass man sich so nicht präsentieren darf«, erklärt Timo Heuberger vor dem nächsten Derby heute gegen den HC Hedos Elgersweier. Da erwartet der Schutterwälder Coach eine andere TuS-Mannschaft, auch wenn er die aus beruflichen Gründen nicht selbst betreuen kann. Heute sind Co-Trainer Michael Knuth und »Aushilfs-Coach« Martin Heuberger in der Verantwortung. Das Motto kann nur heißen: Augen durch und siegen. Dabei, so Timo Heuberger, sei der Gegner »schwer ausrechenbar«. Weil die Spielanteile auf vielen Schultern verteilt sind. Wichtig ist aber die Achse zwischen Michael Kempf und den Räpple-Brüder in den Griff zu bekommen, das wäre bereits die halbe Miete. Gut ausrechenbar sollte der TuS Schutterwald dagegen für den Hedos-Coach sein. »Ich kenne sie alle ziemlich gut«, schmunzelt Daniel Kempf, der bis zu seinem Abstecher nach Norwegen bei seinem Heimatverein selbst in der Verantwortung stand. Kempf will das Spiel eher locker angehen. »Druck haben wir nicht«, betont der 35-Jährige. Das Selbstvertrauen ist freilich nach der 24:27-Heimniederlage gegen den TuS Altenheim, wo Hedos nicht wirklich eine Chance hatte, schon ein bisschen angekratzt. »Wir haben nicht das gespielt, was wir können. Und das ärgert mich«, sagt Kempf ehrlich. Noch fehle es an der Stabilität über 60 Minuten, noch werden zu viele leichte Fehler gemacht. Die gehören zwar zum Handball, »doch wir können noch nicht richtig damit umgehen«, hat Kempf festgestellt. Zu viel wird nachgedacht, und das ist tödlich in diesem schnellen Sport. Dabei weiß Kempf zu gut: »Wenn der Schalter umgelegt wird, geht's ab.« Denn den HC Hedos darf man nicht ins Spiel kommen lassen, sonst wird ein Gegenstoß nach dem anderen gelaufen. Kempf ist aber Realist genug, die Rollenverteilung zu akzeptieren. »Schutterwald ist eine hohe Latte. Da ranzukommen, wird schwer«, macht er sich nichts vor und versucht seinen Mannen Mut zu machen: »Wir haben nicht wirklich was zu verlieren. Außer zwei Punkten, aber die hätten wir natürlich gerne.« Beide Mannschaften können wohl in Bestbesetzung antreten. Bei Schutterwald ist Tobias Kaiser, der nach dem Hofweier-Spiel auf ärztliches Anraten hin eine Pause einlegte, wieder im Training, auch ein paar kranke Akteure haben sich gesund gemeldet. Und bei Hedos geht Kempf davon aus, dass der leicht angeschlagene Rene Junker einsatzbereit sein wird. So sind die Voraussetzungen für ein tolles Handballspiel geboten, das anschließend zünftig ins Oktoberfest übergehen soll.
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